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Der Lehmboden -Wasserspeicher und Wasserstauer

Der Lehmboden ist für einen Gärtner etwas ganz anderes als für einen akademischen Bodenkundler, denn streng genommen gibt es in der wissenschaftlichen Nomenklatur keinen „Lehmboden“. Hier wird der Begriff „Lehm“ definiert als Gemisch aus den Bestandteilen Ton, Schluff und Sand, die sich nach der Korngröße unterscheiden und durch Nasssiebung von einander getrennt werden; das Ergebnis dieses Siebvorganges – die Körnungskurve oder Sieblinie – bestimmt dann die Bezeichnung der Bodenart.

Lehm entsteht durch chemische Verwitterung von Gesteinen und ist aufgrund der Eisenanteile meist gelb bis braun gefärbt; er enthält sehr wenig Kalk oder ist vollkommen kalkfrei, ein Nachweis von Kalk kann mit Salzsäure (HCl) durchgeführt werden.

Aufgrund seiner feinkörnigen Struktur kann Lehm zwar viel Wasser aufnehmen, jedoch nur sehr langsam wieder abgeben; deshalb ist er sowohl ein Wasserspeicher als auch ein Wasserstauer für Sicker- oder Grundwasser.