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Flusskies - Baustoff und Dekoration

Der Flusskies ist ein natürliches Produkt, das eine lange Entstehungszeit benötigt; durch den Transport und das Reiben im Wasser werden die groben, kantigen Gesteinsbrocken zum runden „Kieselstein“. Deshalb wird Flusskies v.a. am Unterlauf von Flüssen gewonnen, wenn durch die Erosion die richtige Rundung erreicht ist; je nach Härtegrad der Ausgangsgesteine (Sandstein, Schiefer, Granit) kann diese Strecke sehr unterschiedlich sein.

Hauptabbaugebiete von Flusskies in Deutschland sind die Auenbereiche großer Flüsse wie Inn, Donau, Main und Rhein; es gibt aber auch Kiesvorkommen, die während der Eiszeit abgelagert wurden, und heute nicht mehr direkt mit einem Fluss in Verbindung stehen. Nach DIN 4022 beginnt der Kies bei einer Korngröße von 2 mm, er wird unterteilt in Fein- (2 mm bis 6,3 mm), Mittel- (6,3 mm bis 20 mm) und Grobkies (20 mm bis 63 mm).

Die verschiedenen Kornfraktionen erhält man bei einem Siebvorgang (Trocken- oder Nasssiebung) mit entsprechenden Maschenweiten der Siebe, der unterschiedliche Anteil der Korngrößen ergibt eine charakteristische Sieblinie. Neben der Verwendung als Baustoff und Filtermaterial findet der Flusskies v.a. in farbigen Varianten vermehrt Anwendung als Dekoration in Haus- und Ziergärten.