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Bodenklasse

Man unterscheidet die Bodenklassen nach dem Aufwand der jeweiligen Gewinnung.

Die Bodenklasse 1 kennzeichnet den losen Mutterboden, welcher gemeinhin keinen Baugrund darstellt.
Die Bodenklasse 2 vereint Schlick und Torfe, die auch als Baugrund nicht in Frage kommen.
Die Bodenklasse 3 stellt leicht förderbare Böden wie Sand, geringe Mengen Schluff oder Kies.
Die Bodenklasse 4 steht für mittelschwer zu lösende Böden, welche aus Lehm, Ton oder Schluff bestehen.
Die Bodenklasse 5 ist eine Herausforderung, denn in ihr sind die nur schwer förderbaren, steinigen Böden vorzufinden.
Die Bodenklasse 6 ist wesentlich härter, wartet mit einem leicht gewinnbaren klüftigen Fels auf.
Die Bodenklasse 7 kennzeichnet den schwer zu gewinnenden, massiven Fels.

Die verschiedenen Bodenklassen benennen die physikalischen Eigenschaften des Untergrunds.
Vor Baubeginn werden geologische Untersuchungen durchgeführt, welche letzten Endes darüber entscheiden, ob und in welchem Umfang auf dem gewünschten Baugrund gebaut werden darf oder nicht. Die beste Statik kann einen untauglichen Boden nicht verwinden. Darum ist diese geologische Präventivabnahme zwinglich von Nöten. Nicht zuletzt die Baukosten werden durch die jeweilige Bodenklasse entschieden. So ist ein leichter Boden ungleich schneller abzutragen als ein steiniger. Seit mehreren Jahrzehnten ist es die in Baukreisen bewährte Norm DIN 1054, die eine definitive Aussage darüber macht, welche maximale Belastbarkeit der jeweils geprüfte Untergrund vorzuweisen hat.